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Anwesend in Deutschland, abwesend in den Akten – Die verborgene Bevölkerung

evan@admin
51 Posts
#1 · September 16, 2025, 5:48 am
Quote from evan on September 16, 2025, 5:48 am

In meinem Kampf, die Mutter meiner Kinder zu legalisieren und ihre Staatsangehörigkeit zu sichern, stellte ich mir die Frage: Wie viele andere leben in ähnlichen rechtlichen Grauzonen? Je tiefer ich forschte, desto erschreckender wurde das Bild.

Laut dem SVR Policy Brief (2023) gibt es in Deutschland rund 29.500 Staatenlose sowie 97.000 Menschen mit „ungeklärter Staatsangehörigkeit“.

Viele von ihnen leben bereits seit mehr als sechs Jahren in Deutschland. Manche haben hier Kinder geboren – Kinder, die ebenfalls keine Staatsangehörigkeit besitzen.

Für viele bedeutet das Leben ein ständiges Ausharren mit fragilen Dokumenten wie der Duldung. Sie ist weder ein Aufenthaltstitel noch ein Weg zur Integration, sondern lediglich eine Verschiebung der Abschiebung. Manche können damit arbeiten, andere leben von staatlicher Unterstützung. Doch selbst ihre Identität – unter welchem Namen, unter welcher Nationalität – bleibt in den offiziellen Akten unklar.

Und was diese Zahlen nicht erfassen, ist mindestens ebenso besorgniserregend:

  • Wie viele von ihnen Eltern sind, die Kinder unter solchen Bedingungen großziehen.
  • Welche Staatsangehörigkeit (falls überhaupt) diese Kinder besitzen.
  • Wie viele Menschen seit über zehn Jahren mit einer Duldung oder einem ähnlichen Status leben.
  • Was geschieht, wenn ein solcher Mensch stirbt? Unter welchem Namen, mit welchem rechtlichen Abschluss?

Selbst Institutionen wie der Statelessness Index oder das UNHCR Deutschland haben darauf keine vollständigen Antworten. Die Daten werden schlicht nicht erhoben. Und das Schweigen ist ohrenbetäubend.

Deutschland wurde 2015 weltweit für seine humanitäre Geste gelobt, als es seine Grenzen öffnete. Doch fast zehn Jahre später bleibt die Frage: Wo ist der Plan, jene zu dokumentieren und zu regularisieren, die zwar aufgenommen, aber nie wirklich legalisiert wurden?

Mein Fall mag absurd erscheinen. Aber ich glaube inzwischen, dass er nur einer von Tausenden ist – verborgen im administrativen Schweigen, verschleiert durch prozedurale Komplexität und blockiert durch ein System, das nur funktioniert, wenn die Realität ins Formular passt.

Und wenn nicht? Dann fordert es, dass man verschwindet. Oder schlimmer: dass man ein anderes Land bittet, den Schaden zu beheben, den es selbst verursacht hat.


In meinem Kampf, die Mutter meiner Kinder zu legalisieren und ihre Staatsangehörigkeit zu sichern, stellte ich mir die Frage: Wie viele andere leben in ähnlichen rechtlichen Grauzonen? Je tiefer ich forschte, desto erschreckender wurde das Bild.

Laut dem SVR Policy Brief (2023) gibt es in Deutschland rund 29.500 Staatenlose sowie 97.000 Menschen mit „ungeklärter Staatsangehörigkeit“.

Viele von ihnen leben bereits seit mehr als sechs Jahren in Deutschland. Manche haben hier Kinder geboren – Kinder, die ebenfalls keine Staatsangehörigkeit besitzen.

Für viele bedeutet das Leben ein ständiges Ausharren mit fragilen Dokumenten wie der Duldung. Sie ist weder ein Aufenthaltstitel noch ein Weg zur Integration, sondern lediglich eine Verschiebung der Abschiebung. Manche können damit arbeiten, andere leben von staatlicher Unterstützung. Doch selbst ihre Identität – unter welchem Namen, unter welcher Nationalität – bleibt in den offiziellen Akten unklar.

Und was diese Zahlen nicht erfassen, ist mindestens ebenso besorgniserregend:

  • Wie viele von ihnen Eltern sind, die Kinder unter solchen Bedingungen großziehen.
  • Welche Staatsangehörigkeit (falls überhaupt) diese Kinder besitzen.
  • Wie viele Menschen seit über zehn Jahren mit einer Duldung oder einem ähnlichen Status leben.
  • Was geschieht, wenn ein solcher Mensch stirbt? Unter welchem Namen, mit welchem rechtlichen Abschluss?

Selbst Institutionen wie der Statelessness Index oder das UNHCR Deutschland haben darauf keine vollständigen Antworten. Die Daten werden schlicht nicht erhoben. Und das Schweigen ist ohrenbetäubend.

Deutschland wurde 2015 weltweit für seine humanitäre Geste gelobt, als es seine Grenzen öffnete. Doch fast zehn Jahre später bleibt die Frage: Wo ist der Plan, jene zu dokumentieren und zu regularisieren, die zwar aufgenommen, aber nie wirklich legalisiert wurden?

Mein Fall mag absurd erscheinen. Aber ich glaube inzwischen, dass er nur einer von Tausenden ist – verborgen im administrativen Schweigen, verschleiert durch prozedurale Komplexität und blockiert durch ein System, das nur funktioniert, wenn die Realität ins Formular passt.

Und wenn nicht? Dann fordert es, dass man verschwindet. Oder schlimmer: dass man ein anderes Land bittet, den Schaden zu beheben, den es selbst verursacht hat.

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